
frühmorgens am Hanseberg

Fingerhut am Whispertalsteig

die Muhkuh und ihr Kleines
Morgens um 06:00Uhr sieht man mich schon durch Feld und Wald stapfen. Wenn mich denn einer sehen würde. Bisher bin ich niemanden begegnet. Außer einem Rehrudel, das tatsächlich menschliche Wanderwege benutzt, einer Rotte Wildschweine und einer Wiehe, die direkt über mir von einem Ast abstrich. Ein digitaler Fotoapparat ist beim Starten einfach langsamer als ein alter analoger!
Die Sonne ist bisher jeden Morgen mein Begleiter, die Gattin weniger, die ist heute mal im Bett geblieben.
Ich war wieder völlig nassgeschwitzt, als ich mich gegen 10:00Uhr der Villa Lerngarnix näherte. Voller Hoffnung auf eine kalte Dusche und einen heißen Kaffee.
Aber ich hatte den Hausschlüssel nicht mitgenommen, wozu auch!
Ein Blick durch die Fensterscheiben verriet mir, der Aufenthaltsraum war leer. Ebenso die Küche.
Nichts rührte sich.
Am Feldweg sammelte ich ein paar Steinchen. Diese warf ich geschickt gegen unsere Balkontür im zweiten Stock. Dann und wann traf ich sogar das Haus.
Endlich kam die Gattin auf den Balkon.
Aber nackicht, nur mit einem Handtuch um die Lenden! So warm ist es um diese Stunde eigentlich nicht.
Und sie war nicht allein!
Carla, im Internet unter dem Namen Old Freak at Home bekannt, folgte ihr. Und grabschte zärtlich an der Gattin Busen herum! Ich rief sie laut an, doch außer einem Hahn-ähnlichen Krächzen war nichts zu hören. Meine Kehle war völlig ausgetrocknet.
Jetzt ließ die Gattin auch noch das Handtuch fallen und Carla streichelte ihre Popobacken!
Als ich meine Stimme endlich wieder fand, war die Balkontür hinter beiden ins Schloss gefallen.
Und alles an mir war nass! Um nicht einer Lungenentzündung zu erliegen, blieb mir nichts weiter übrig, als noch einmal kräftig drauflos zu wandern.
Eine Stunde später saßen alle bei Kaffee und Frühstücksbrot draußen auf der Terrasse.
-Na, endlich aus dem Bett gefallen!?- wurde ich launig begrüßt.
Wie sollte ich mich verhalten?
Ja, - die Gattin benahm sich seltsam. Sie fragt nicht nach meinem Befinden, und hobelte mir keine Streifen vom Greyerzer ab.
Carla schaute verlegen in die Büsche hinter mir.
Dann sah sie mir mutig ins Gesicht: -Du weißt noch gar nicht, was passiert ist?-
-Doch, ich habe alles gesehen!- antwortete ich. -Eine sexuelle Neuorientierung kann immer mal vorkommen.-
Alle Gespräche verstummten sofort.
-Oh Klaus, hast Du jetzt Dein großes Coming-Out? Nur Mut!- sprachen alle durcheinander. -Wer ist denn der Glückliche? Einer von uns?- Die anwesenden Männer wurden aufmerksam gemustert.
Ich hüstelte. -Ich meine eher meine Gattin, die ich heute morgen nackt auf dem Balkon gesehen habe. Und sie war nicht alleine!-
Wieder wurden alle anwesenden Männer aufmerksam gemustert.
-Deine Gattin? Aber die hatte doch diese Zecke, genau zwischen den Busen. Und Carla hat ihr sofort geholfen!-
Ach so.
bleibe mir gewogen,
Klaus
begleitendes Tagebuch zum Film ICH AN MICH. The MAKING OF:
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Klauswitte - 13. Jun, 16:02